Energiespartipps.

Gute Energietipps für den Haushalt.

Der verantwortungsbewusste, wirtschaftliche Umgang mit Strom und Gas wird immer wichtiger und schont nicht nur den Geldbeutel sondern auch die Umwelt. Energie von nebenan stellt Ihnen die wichtigsten Energietipps für daheim vor. Kochen, waschen, heizen, kühlen - im Haushalt geht fast nichts mehr ohne Energie. Wie man sie sinnvoll einsetzt ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten, lesen Sie in unseren Energietipps. In Kooperation mit dem Fachverband für Energie-Marketing und -Anwendung e.V. beim VDEW (HEA) haben wir eine Auswahl für Sie zusammengestellt. Denn Klimaschutz beginnt zu Hause.

Wählen Sie einen der nachstehenden Bereiche aus und fangen Sie direkt an zu sparen.

Kochen und Backen

Das Essen mit der Familie oder Freunden ist eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen. Die Freude lässt sich steigern, wenn alle Speisen nicht nur kreativ und gesund, sondern auch energie- und umweltbewusst zubereitet werden.

Was ist kostengünstiger - ein Gas- oder ein Elektroherd?

Eindeutig der Gasherd. Viele „Profi-Energiesparer“ in der Gastronomie schätzen ihn, weil er die Energiekosten erheblich reduziert. Denn Erdgas kommt als so genannte „Primärenergie“ ins Haus und wird im Gasherd zu nahezu hundert Prozent in Wärme umgewandelt. Bei der Stromerzeugung für den Elektroherd hingegen geht immer Energie in Form von Abwärme verloren. Wenn in der Wohnung also ein Gasanschluss vorhanden ist, sollten sie mit der Anschaffung eines Gasherdes liebäugeln - Sie würden damit sowohl Ihren Geldbeutel als auch die Umwelt entlasten.

Wählen Sie den Durchmesser des Kochtopfs passend zur Kochstellengröße.

Ist das Kochgeschirr zu klein, geht unnötig Wärme und Energie verloren. Ist es deutlich zu groß, dauert das Ankochen sehr lange.

Kochgeschirr sollte einen ebenen Boden und einen gut schließenden Deckel haben.

Schräg liegende Deckel lassen zudem so viel Wärme entweichen, dass bis zu der dreifachen Menge an Strom verbraucht wird.

Setzen Sie für Gerichte mit mehr als 20 Minuten Gardauer den Schnellkochtopf ein.

So sparen Sie bis zu 50 Prozent Zeit und 30 Prozent Strom.

Kochen funktioniert auch mit wenig Wasser.

Vier Portionen Kartoffeln werden mit nur einer Tasse Wasser gar. Das spart Energie. Nach dem Ankochen rechtzeitig die Kochstelle auf Fortkochen zurückschalten oder mit der Automatik-Funktion arbeiten.

Nutzen Sie die Nachwärme!

Beim Garen von Kartoffeln fünf bis zehn Minuten und beim Quellen von Reis etwa 20 Minuten vor Ende der Gardauer ausschalten. Und: Der Braten wird auch knusprig, wenn der Backofen beispielsweise zehn Minuten vor Ende der Gardauer ausgeschaltet wird.

Seien Sie kein Topfgucker.

Damit vergeuden Sie Strom.

Die Backofentür sollte nicht unnötig geöffnet werden.

Beachten Sie dies vor allem beim Abbacken von Brandteig. Wird während des Backens die Tür geöffnet, dann fallen beispielsweise Windbeutel zusammen.

Kleingeräte sind in puncto Energiesparen top.

Schon ein halber Liter Wasser lässt sich im Express-Wasserkocher nicht nur wesentlich günstiger, sondern auch schneller erhitzen als auf der Kochstelle. Eierkocher und Kaffeemaschine helfen nicht nur sparen, sondern erleichtern auch den Alltag. Für das Erwärmen von Speisen und das Garen kleiner Mengen ist die Mikrowelle ideal.

Ist ein Mikrowellenherd nicht äußerst energieaufwändig?

Im Gegenteil. Beim Kochen auf der Herdplatte muss die Wärme erst in den Topf und weiter in die Speisen übertragen werden. Anders bei Mikrowellen. Sie sind elektromagnetische Wellen und erzeugen durch ihre Schwingungen Reibungswärme direkt in den Lebensmitteln. Das spart Energie.

Den Backofen voll ausnutzen!

Durch gleichzeitiges Garen mehrerer Gerichte oder durch Backen von zwei Kuchen nebeneinander auf dem Rost sparen Sie Zeit und Energie. Gebäck, Braten und Aufläufe gelingen auch, wenn sie in den kalten Backofen eingesetzt werden. Vorheizen ist nur selten nötig (nach Herstellerangaben), wie etwa beim Brotbacken.

Setzen Sie auf den Dampfgarer oder auf den Kombibackofen.

Die Lebensmittel werden nicht im Wasser, sondern mit heißem Dampf gegart, so bleiben Vitamine und Mineralstoffe stärker erhalten. Nicht nur Gemüse bewahrt seine natürliche Farbe, auch für Fisch, Kartoffeln und zum Auftauen ist der Dampfgarer bestens geeignet. Bei druckfesten Geräten werden außerdem die Garzeiten um bis zu 50 Prozent verringert.

Bietet Ihr Backofen Umluftgaren: Nutzen Sie diese Möglichkeit!

Backen Sie auf mehreren Ebenen gleichzeitig beispielsweise Plätzchen, das spart Energie und Zeit.

Geschirrspülen

Funkelnde Gläser, sauberes Geschirr, eine aufgeräumte Küche und mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Die Geschirrspülmaschine macht es möglich - und das alles noch energie- und wassersparender als beim Spülen von Hand.

Vorspülen unter fließendem Wasser entfällt.

Gebrauchtes Geschirr einfach in der Geschirrspülmaschine sammeln und die Gerätetür schließen, damit die Essensreste nicht antrocknen.

Die Geschirrspülmaschine sollte nur voll beladen angeschaltet werden!

Dosieren Sie das Reinigungsmittel sparsam. Die Devise sollte lauten: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Neuere Gerätemodelle können sich den Kombinationsreinigern 3 in 1 anpassen.

Die Maschinen schalten die Anzeigen für Salz und Klarspüler ab. Dies gilt bis Härtebereich 3.

Moderne Geschirrspüler bieten eine Fülle von Spülprogrammen.

Diese Programme berücksichtigen beispielsweise die Geschirrart (Schonprogramme), die Geschirrmenge (Beladungserkennung) oder die Verschmutzung (Automatikprogramme). Darüber hinaus gibt es Intensivprogramme für stark verschmutztes Geschirr und Sparprogramme für leicht verschmutztes Geschirr.

Für jeden das richtige Gerät.

Hoch eingebaute Geschirrspüler sowie Schubladen-Geschirrspüler ermöglichen eine besonders einfache Handhabung, denn sie können ohne Bücken geöffnet und geschlossen werden. 60 Zentimeter breite Geräte (für 12–15 Maßgedecke) arbeiten bei voller Beladung wirtschaftlicher als 45 Zentimeter breite Geräte (für 6–10 Maßgedecke).

Einige Geräte sind mit Wärmetauscherflächen ausgestattet.

Mit ihnen kann die Energie des laufenden Spülgangs für den folgenden Spülgang genutzt werden.

Die meisten Geräte können auch an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden.

Ein Warmwasseranschluss ist vor allem bei der Nutzung regenerativer Energien zum Beispiel bei Verwendung einer Wärmepumpe sinnvoll.

Achten Sie beim Kauf eines Geschirrspülers auf das Energielabel.

Hier können Sie mit einem Blick sehen, ob ein Gerät einen niedrigen oder hohen Verbrauch (Energieeffizienzklassen von A bis G) hat, und zusätzlich wie Reinigungswirkung und Trockenwirkung eingestuft sind. Eine freiwillige Angabe auf dem Energielabel ist die Geräuschemission. Vor allem bei offenen Küchen lohnt es sich, darauf zu achten.

Wird die Anschaffung einer Geschirrspülmaschine zu höherem Stromverbrauch führen?

Nicht unbedingt. Geschirrspülmaschinen werden immer sparsamer. Die Verbrauchswerte moderner Geräte liegen nur noch bei 14 bis 20 Litern Wasser und 0,8 bis 1,5 Kilowattstunden Strom. Am wirtschaftlichsten arbeitet die Geschirrspülmaschine, wenn sie voll beladen ist. Zwar gibt es Sparprogramme für die halbe Geschirrmenge, jedoch verbrauchen diese im Vergleich zum Normalprogramm deutlich mehr als nur die Hälfte an Wasser und Strom. Zudem sollten Sie das Geschirr nicht unter fließendem Wasser vorspülen. Das kostet nur unnötig Wasser und Energie.

Kühlen und Gefrieren

Damit nicht nur Obst und Gemüse vitaminreich und schön knackig, Fisch frisch und Fleisch delikat bleibt, sondern auch Energie gespart wird, sollten beim Kühlen und Einfrieren einige Punkte beachtet werden. Denn Kühl- und Gefriergeräte sind rund um die Uhr im Einsatz.

Kühl- und Gefrierschränke gelten als Stromfresser. Wie kann ich dennoch Energie sparen?

Stellen Sie die Geräte nicht neben eine Heizung und schützen Sie sie vor direktem Sonnenlicht. Je geringer die Raumtemperatur, desto niedriger auch der Stromverbrauch. Erwärmt sich der Raum nur um einen Grad Celsius, steigt zum Beispiel bei Kühlschränken der Stromverbrauch schon um rund vier Prozent an.

Wählen Sie die Temperatur im Kühlschrank nicht zu niedrig. Rund 7 Grad Celsius reichen zum Frischhalten der Lebensmittel aus. Im Gefrierteil braucht es nicht kälter als minus 18 Grad Celsius zu sein.

Öffnen Sie die Geräte so selten und so schnell wie möglich. Jedes Öffnen der Kühl- oder Gefrierschranktüren lässt Kälte entweichen, für die die Geräte erst wieder arbeiten müssen. Überlegen Sie vor dem Öffnen, was Sie eigentlich herausholen wollen.

Ungenutzter Kühl- und Gefrierraum kostet.

Kaufen Sie ein Gerät in der Größe, die Ihrem Bedarf entspricht. Bei einer Gefriertruhe beispielsweise verbrauchen 100 Liter ungenutzter Gefrierraum bis zu 200 kWh im Jahr.

Lebensmittel benötigen unterschiedliche klimatische Verhältnisse.

Ein Mehr-Zonen-Gerät bietet hier für alle Bedürfnisse das Richtige. Die Erfahrung zeigt, dass Lebensmittel in der niedrig temperierten Zone knapp über 0° C bis zu dreimal länger frisch bleiben als im normalen Kühlbereich.

Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte nicht neben Herd oder Heizung.

Je niedriger die Umgebungstemperatur ist, desto geringer ist der Stromverbrauch.

Lebensmittel gehören nur gut abgekühlt und gut verpackt in den Kühlschrank.

Ausnahme: Obst und Gemüse. Sie sollten zur optimalen Feuchtigkeitszirkulation stets unverpackt eingelagert werden.

Häufiges und langes Öffnen der Gerätetür kostet Energie.

Übersichtlich einsortierte Lebensmittel ersparen mühsames Suchen und schaffen Platz.

Verschmutzte oder beschädigte Gummidichtungen lassen Kälte und damit Energie entweichen.

Kühl- und Gefriergeräte sind in den letzten Jahren mit Blick auf ihren Energiebedarf deutlich verbessert worden. Aus diesem Grund finden sich zum Teil drei Viertel der Gerätegruppen in der Energieeffizienzklasse A (niedriger Verbrauch) des Energielabels. Daher wurde bei Kühl- und Gefriergeräten die Labelklasse weiter unterteilt und A+ und A++ eingeführt.

Staubfrei spart Energie!

Es lohnt sich, Lüftungsgitter (Rückwand) der Geräte frei von Staub zu halten und auf eine ungestörte Luftzirkulation zu achten.

Ein Abtauen der Gefriergeräte ist ab einer Reifschicht von über einem Zentimeter erforderlich.

Sonst wird unnötig Energie verschwendet. Eisfrei bleiben dagegen NoFrost-Geräte.

Nur vor dem Einfrieren großer Mengen oder vor dem Abtauen sorgt die Superschaltung für eine notwendige Kältereserve.

Geräte mit verstärkter Wärmedämmung haben den zusätzlichen Vorteil, dass bei einem Ausfall der Inhalt länger tiefgekühlt bleibt.

Waschen und Trocknen

Unersetzliche Hilfe im Haushalt bieten moderne Waschmaschinen mit einer Fülle von Waschprogrammen sowie Wäschetrockner mit einer schonenden Trocknung.

Fassungsvermögen der Waschtrommel voll ausnutzen.

Heute gibt es Haushalts-Waschmaschinen, die bis zu 6 oder 8 kg Wäsche fassen.

Vorwäsche nur bei stark verschmutzter Wäsche wählen.

Zum Beispiel bei schmutziger Berufskleidung.

Nutzen Sie Sparprogramme!

Normal verschmutzte Kochwäsche wird auch bei 60° C sauber, für Buntwäsche sind meist 30° C bzw. 40° C ausreichend.

Ein Anschluss der Waschmaschine an die zentrale Warmwasserversorgung ...

... ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Wasser mit regenerativen Energien (Wärmepumpe, Solarkollektoren) erzeugt wird.

Auf die richtige Dosierung des Waschmittels kommt es an.

Waschmittel nach Verschmutzung, Wasserhärte und Herstellerangaben dosieren. So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Überdosierung belastet die Umwelt unnötig – Unterdosierung kann zu Schmutz- und Kalk-Ablagerungen im Gewebe und auf Maschinenbauteilen führen. Waschhilfsmittel wie Weichspüler, Stärke und Fleckentferner sollten nur gezielt und bewusst eingesetzt werden.

Wäschetrockner immer voll beladen.

Wenn der Trockner mit Textilien gefüllt wird, deren Material, Größe und Dicke ähnlich sind, dann verkürzt sich die Trocknungsdauer, und Energie wird eingespart.

Verschiedene Trocknertypen: Ablufttrockner und Kondensationstrockner.

Ablufttrockner geben die feuchtwarme Luft ins Freie ab. Dies geschieht am besten über eine spezielle Öffnung im Mauerwerk. Ablufttrockner sind nicht nur günstiger in der Anschaffung, sondern auch günstiger im Energieverbrauch als Kondensationstrockner, bei denen die Feuchtigkeit kondensiert und in einem Auffanggefäß gesammelt wird. Es lohnt sich, den Luftfilter nach jedem Trocknungsvorgang zu reinigen und beim Kondensationstrockner während des Trocknens den Raum zu lüften.

Achten Sie beim Kauf einer Waschmaschine auf die Kennwerte des Energielabels.

Neben der Kennzeichnung des Energieverbrauchs (A bedeutet niedriger Verbrauch) ist bei der Waschmaschine auch die Waschwirkung und die Schleuderwirkung (A bedeutet besser) zu berücksichtigen. Für Abluft- und Kondensationstrockner gelten unterschiedliche Grenzwerte bei den Effizienzklassen. So wird der unterschiedliche Einfluss beider Trocknersysteme auf die Raumwärme berücksichtigt. Wäschetrockner sind üblicherweise in den Effizienzklassen C und schlechter eingestuft. Ausnahme ist der Wärmepumpen-Wäschetrockner mit Effizienzklasse A.

Heizen und Lüften

Am wirksamsten lässt sich dort Energie einsparen, wo der Verbrauch im Haushalt am größten ist: beim Heizen. Jeder kann mit seinem Verhalten dazu beitragen, dass nicht unnötig Energie verbraucht wird.

Heizungen müssen regelmäßig entlüftet werden.

Höchste Zeit ist es, wenn die Heizung 'gluckert' oder die Wärmeverteilung am Heizkörper sehr ungleichmäßig ist.

Heizungsrohre in unbeheizten Räumen sind besonders in älteren Gebäuden nicht isoliert.

Es lohnt sich, dies nachzuholen und die Rohre zu isolieren.

Spart die regelmäßige Wartung einer Heizungsanlage Geld?

Wer seine Heizanlage regelmäßig kontrollieren und einstellen lässt, erhöht ihre Betriebssicherheit und verringert ihre Störanfälligkeit. Darüber hinaus macht sich der Wartungsaufwand aber auch in Ihrem Geldbeutel bemerkbar - denn eine gut eingestellte Heizungsanlage verbraucht bis zu vier Prozent weniger Energie.

Wir bieten Ihnen auch die zuverlässige Wartung Ihrer Gasgeräte. Seit mehr als 35 Jahren sind die Stadtwerke Herne AG Ihr kompetenter und zuverlässiger Service-Partner.

Hat es Auswirkungen auf die Heizkosten, wenn ich die Heizkörper abdecke oder zustelle?

Ja. Sie sollten der Wärme nicht den Weg versperren. Vorhänge, ungünstig gestellte Möbel und die Trockenstangen, die viele Menschen zum Wäschetrocknen auf ihre Heizkörper stellen, können bis zu 20 Prozent der Wärme schlucken - Wärme, die in der Wohnung dann fehlt und unter großem Energieaufwand von den Heizkörpern nachproduziert werden muss.

Lassen Sie Vorhänge und Gardinen nicht vor Heizkörpern herabhängen.

Sie behindern die Wärmeabgabe an die Raumluft erheblich und sorgen für einen verstärkten Wärmeverlust über die Fenster.

Was bedeuten die Ziffern auf meinem Thermostatventil?

Üblich ist eine Skala mit Ziffern von 1 bis 5. Jede Ziffer steht für eine bestimmte Raumtemperatur. Die Heizung reguliert automatisch nach, um diese Temperatur auf Dauer zu halten. Nicht sinnvoll ist es also, das Thermostat auf Maximum zu stellen, um eine Wohnung schnell aufzuheizen. Eine kühle Wohnung wird auch bei einer mittleren Stellung rasch wieder warm.

Thermostatventile nicht verdecken, damit sie die Raumtemperatur erfassen können.

Halten Sie die Türen von beheizten Räumen geschlossen. Schließen Sie am Abend die Rollläden. Die Wärmeabgabe nach außen verringert sich.

Programmierbare Thermostatventile lohnen sich.

Sie regeln die Temperatur nach Wunsch. Beispielsweise wird während der Arbeitszeit die Temperatur abgesenkt, am Abend erhöht, in der Nacht wieder automatisch gesenkt.

Setzen Sie in selten genutzten Räumen Direktheizgeräte ein.

Im Bad bietet sich die Elektrofußbodenheizung an.

Wie viel mehr Heizenergie benötige ich, um die Temperatur um ein 1°C zu steigern?

Einen Unterschied zwischen 20 und 21 Grad Raumtemperatur spürt man im Allgemeinen nicht. Pro Grad Celsius mehr steigen jedoch die Heizkosten um rund 6 Prozent. Jedes Grad weniger hilft Energie und Kosten sparen.

Wie lüfte ich richtig?

Die Grundregel lautet: Heizen Sie nicht zum Fenster hinaus. Wer über Stunden das Fenster gekippt hält, treibt seine Heizkosten unnötig in die Höhe. Lüften Sie stattdessen kurz und dafür kräftig mit weit geöffnetem Fenster. Achten Sie aber darauf, den Thermostat Ihrer Heizung vorher herunterzudrehen, damit die Heizung nicht gegen die kalte Frischluft „anheizen“ muss.

Kurz, aber gründlich lüften!

Durch Küchen- und Badbenutzung und die Zimmerpflanzen steigt die Feuchtigkeit der Raumluft. Ohne ausreichende Lüftung können Feuchteschäden und Schimmel entstehen. Auch die 'verbrauchte' Atemluft muss ersetzt werden. Als Richtwert gilt: Etwa alle zwei Stunden für fünf Minuten lüften. Dazu das Fenster weit öffnen und nach kurzer Zeit wieder ganz schließen. Dauerlüften durch gekippte Fenster unbedingt vermeiden!

Während des Lüftens sollten Sie die Heizkörperthermostate schließen!

Dichten Sie alte Fenster gut ab

Energiesparender ist der Einbau neuer dichtschließender Fenster in Verbindung mit einer Wohnungslüftungsanlage.

Gibt es eine Möglichkeit zu lüften, ohne dass Wärme entweicht?

Ja. Möglich macht es die relativ junge Technik zur Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Nach der Installation einer entsprechenden Anlage kann auf herkömmliche Fensterlüftung verzichtet werden - die Ventilatoren tauschen die gesamte Luftmenge eines Raumes ca. einmal in der Stunde komplett aus. Die Wärme der Abluft wird dabei zu ca. 85 Prozent auf die von außen zugeführte frische Luft übertragen. Diese wird nicht nur erwärmt, sondern auch gefiltert und über schallgedämmte Kanäle den einzelnen Räumen zugeführt. Die Fenster bleiben geschlossen. Abgesaugt wird die Luft aus Küche, Bad und WC, zugeführt wird sie durch Luftgitter und Ventile im Wohn- und Schlafbereich. Einheitliche Temperaturen vermeiden Zugerscheinungen zwischen den Räumen.

Warum muss ich besonders sorgfältig lüften, wenn in meiner Wohnung viele Pflanzen stehen?

Der größte Teil des Gießwassers für Grünpflanzen verdunstet. Dadurch erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Am besten ist es übrigens, stoßweise zu lüften, d.h. eine Viertelstunde die Fenster ganz zu öffnen bzw. für Durchzug zu sorgen. Fenster auf Kippe zu stellen und gleichzeitig zu heizen, verschwendet Energie und Geld.

Wie kann ich durch Isolierung der Wohnung Wärmeverluste minimieren?

Die Grundregel lautet immer: Lassen Sie möglichst wenig Wärme durch die Fenster entweichen. Schließen Sie daher nachts die Rollladen und ziehen die Vorhänge zu. Wer noch sparsamer sein möchte, kann die Nischen, in denen die Heizkörper stehen, mit reflektierender Silberfolie auskleiden. Auf diese Weise wird die Wärme, die die Heizkörper an die kühle Außenwand strahlen, ins Zimmer zurückgeworfen. Bis zu vier Prozent der Heizkosten lassen sich dadurch Jahr für Jahr sparen.

Was ist eine Thermografie und wie kann sie mir nützen?

Darunter versteht man die Langzeitaufnahme eines Gebäudes mithilfe einer speziellen Wärmebildkamera. Sie ermöglicht es, jene Stellen an der Fassade eines Hauses zu erkennen, an denen Energie nach außen dringt. Zum Beispiel: undichte Fenster, schlecht schließende Türen oder eine unzureichend isolierte Mauer. Die Thermografie zeigt somit, wo zu handeln ist und durch wärmedämmende Maßnahmen Energie gespart werden kann.

Auch die Stadtwerke Herne bieten Ihnen jeweils zum Winter kostengünstige Thermographieaufnahmen mit Einsparberatungen an.

Wie kann ich beim Einsatz elektrischer Speicherheizgeräte Strom sparen?

Achten Sie beim Lüften darauf, dass der Raumthermostat ihres Speicherheizgeräts heruntergeschaltet ist. Erst nach Schließen der Fenster sollten Sie die gewünschte Temperatur wieder am Thermostat einstellen. Ihr Heizgerät versucht sonst, auch während des Lüftens die gewünschte Temperatur zu halten - und Sie heizen nach draußen. Generell sollten Sie lieber kurz und kräftig „stoßlüften“, als die Fenster über längere Zeit einen Spaltbreit offen zu halten. Damit beugen Sie einem Auskühlen der Räume vor.

Was ist ein Brennwertgerät?

Dieser Begriff bezeichnet einen Typ Heizkessel, der auf Grund seiner Konstruktion Energie besser nutzt und somit weniger verbraucht. Brennwertgeräte nutzen durch Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes zusätzliche Wärme. Die höheren Investitionskosten (ein Brennwertgerät kostet durchschnittlich 500 Euro mehr) werden durch den geringeren Verbrauch nach einiger Zeit wieder ausgeglichen. Im Endeffekt spart man Geld. Brennwertgeräte gibt es heutzutage vor allem für Erdgas.

Weshalb spart eine Fußbodenheizung Energie im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern?

Wenn Sie sich an einem klaren Wintertag auf dem Berg von der Sonne bescheinen lassen, ist Ihnen warm, obwohl die Lufttemperatur niedrig ist. Fußbodenheizungen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Sie wärmen nicht erst die Luft, sondern strahlen 70 Prozent ihrer Energie direkt ab. Damit kann die Raumtemperatur relativ niedrig bleiben, ohne dass das Gefühl aufkommt, es sei kühl.

Wie lange hält eine Heizanlage?

Als Faustregel gilt: Die Lebenserwartung einer Heizanlage beträgt 15 Jahre. Danach sind die Reparaturen insgesamt teurer als die Anschaffung eines Neugerätes.

Welches Heizkesselsystem ist am umweltfreundlichsten?

Eindeutig der Erdgas-Heizkessel. Er arbeitet wesentlich schadstoffärmer als alle anderen Systeme, weil seine Abgase nahezu frei von Schwefeldioxid, Staub, Schwermetallen und Kohlenwasserstoffen sind. Auch der Ausstoß von Kohlendioxid ist bei Gas-Geräten rund ein Viertel geringer als bei Heizkesseln mit Kohle oder Öl.

Was sind Elektro-Wärmepumpen?

Tag für Tag erwärmt die Sonne Boden, Luft und Wasser. Elektro-Wärmepumpen nutzen die gespeicherte Sonnenwärme zum Heizen. In Verbindung mit einem Niedrigtemperaturverteilungssystem, beispielsweise einer Fußbodenheizung, können sie bis zu drei Viertel im Haus der benötigten Heizenergie erzeugen. Nur zu rund einem Viertel muss elektrischer Strom zugeschossen werden. Das macht Elektro-Wärmepumpen zu wahren Umweltfreunden: Selbst wenn man die nicht unerheblichen Verluste bei der Stromerzeugung hinzurechnet, benötigen sie immer noch ein Drittel weniger Energie für ihre Arbeit als eine Heizung mit Gasbrennwertkessel. Die Kohlendioxid-Emissionen liegen rund 30 Prozent unter denen eines Gasgerätes und mehr als 50 Prozent unter denen eines Niedertemperatur-Ölkessels.

Warmes Wasser

Jede Person im Haushalt verbraucht durchschnittlich 30-50 Liter warmes Wasser am Tag. Mehr als die Hälfte davon entfallen auf Baden und Duschen. Ein weiteres Viertel wird in der Küche und zur Reinigung eingesetzt, das restliche Wasser wird im Waschbecken benötigt.

Welche Energiequelle ist sinnvoller, um Warmwasser aufzubereiten – Strom oder Gas?

Eindeutig Gas. Ähnlich wie ein Elektro-Herd eine gewisse Zeit braucht, bis er Wärme abgibt, braucht ein mit Strom betriebener Durchlauferhitzer eine Weile, bis er das Wasser erwärmt. Gas kann seine Energie dagegen sofort, sozusagen von null auf hundert, entfalten und ist obendrein noch kostengünstiger als Strom.

Kostet ein Wannenbad mehr als eine Dusche?

Ganz klar ja. Lieber warm duschen als heiß baden. Duschen statt baden spart nicht nur Energie, sondern auch bis zu 70 Prozent Wasser ein. Die Energiekosten für ein Vollbad sind rund doppelt so hoch wie für das Duschen. Eine vierköpfige Familie, die nur noch duscht statt zu baden, kann bis zu 300 Euro pro Jahr sparen.

Wie kann ich beim Duschen Wasser sparen?

Es gibt Duschköpfe, die den Wasserstrahl geschickt auffächern. Damit lässt sich die Wassermenge reduzieren, ohne dass man den Eindruck hat, es fließe weniger Wasser.

Wasser muss nicht immer fließen.

Beispielsweise beim Einseifen unter der Dusche oder beim Zähneputzen kann der Wasserhahn geschlossen werden.

Stellen Sie die Temperatur von Warmwasserspeichern nicht höher als erforderlich ein.

Denn die Wärmeverluste steigen mit dem Temperaturunterschied zur Umgebungsluft relativ an.
Es lohnt sich, Warmwasserspeicher bei längerer Abwesenheit und bei Urlaub abzuschalten!

Lohnt es sich bei längerer Abwesenheit die Warmwasser-Zirkulationspumpe abzuschalten?

Ja. Damit reduzieren Sie nicht nur die Wärmeverluste im Haus, sondern sparen auch den Strom, den die Pumpe während Ihrer Abwesenheit unnötig verbrauchen würde. Je nach Verbrauch können Sie so bis ca. 80 Euro im Jahr sparen. Noch effektiver ist eine Zeitschaltuhr: Sie lässt die Zirkulationspumpe nur bei Bedarf arbeiten und ermöglicht so eine Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent.

Selten genutzte Zapfstellen werden am energiesparendsten mit elektrischen Kleindurchlauferhitzern versorgt.

Das gilt zum Beispiel für die Gästetoilette.

Wieso sparen elektronische Warmwasserbereiter viel Wasser und bieten zugleich mehr Komfort?

Viele elektrische Durchlauferhitzer haben nur zwei Wärmestufen. Ein elektronischer Warmwasserbereiter bietet dagegen mehr Bedienkomfort: Man kann eine exakte Temperatur einstellen - und das Wasser strömt nach nur drei Sekunden in dieser Temperatur aus dem Hahn. Der Durchlauf ist geringer, weil das Einregeln der Temperatur und auch das Mischen von Warm- und Kaltwasser entfällt. Das spart Wasser und letztlich Kosten, obwohl der Anschaffungspreis für ein solches Gerät im Durchschnitt doppelt so hoch ist wie der eines herkömmlichen Durchlauferhitzers.

Einhebelmischer regulieren die Wassertemperatur schneller.

Das spart Wasser und Energie.

Ein Wasserhahn sollte nicht tropfen!

Bereits bei einem Tropfen pro Sekunde gehen in 24 Stunden 20 Liter Wasser, das sind zwei Eimer pro Tag, verloren. Verwenden Sie wenn möglich Keramikdichtungen für Ihre Armaturen. Diese sind verschleißfrei.

Wie senkt ein Durchflussbegrenzer den Wasserverbrauch?

Das Gerät mischt dem Wasser mehr Luft bei. Dadurch fließt beim Duschen weniger Wasser, obwohl sich der Strahl weiterhin füllig anfühlt. Besitzer von Durchlauferhitzern und drucklosen Wasserspeichern müssen auf dieses Verfahren allerdings verzichten.

Wie senkt ein Durchflussbegrenzer den Wasserverbrauch?

Das Gerät mischt dem Wasser mehr Luft bei. Dadurch fließt beim Duschen weniger Wasser, obwohl sich der Strahl weiterhin füllig anfühlt. Besitzer von Durchlauferhitzern und drucklosen Wasserspeichern müssen auf dieses Verfahren allerdings verzichten.

Licht

Immerhin 7-10% des Stroms im Haushalt werden für Licht verbraucht. Dabei ist die meist verwendete Lichtquelle nach wie vor die Glühlampe. Das ist umso erstaunlicher, weil nur 5% der eingesetzten Energie in Licht umgewandelt und 95% Energie als Wärme in den Raum abgegeben wird.

Es lohnt sich, Glühlampen gegen Energiesparlampen auszutauschen.

Dies gilt bereits, wenn die Brennstundendauer mindestens eine Stunde am Tag beträgt.

Halogenlampen erzeugen ein sehr brillantes und warmes Licht.

Sie eignen sich hervorragend für die atmosphärische Beleuchtung.

Hochvolt-Halogenlampen lassen sich in übliche Glühlampenfassungen einsetzen.

Sie sparen ca. 25 Prozent Strom im Vergleich zur Glühlampe. Niedervolt-Halogenlampen können die Stromkosten sogar halbieren.

Halogen-Glühlampen sind durch ihre kompakte Bauform zur Beleuchtung von Objekten empfehlenswert.

Der Lichtaustrittswinkel wird durch den Reflektor der Leuchte bzw. der Lampe bestimmt. Eine harmonische Helligkeitsverteilung der Allgemeinbeleuchtung durch effiziente Kompakt- bzw. Leuchtstofflampen und eine hohe Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz fördert auch die Arbeitsleistung und spart Energie.

Um die Lichtausbeute der Lampen und Leuchten zu erhalten, sollten diese in regelmäßigen Abständen gereinigt werden.

Allerdings müssen die Leuchten vor der Reinigung spannungsfrei sein!

Achten Sie beim Kauf einer Haushaltslampe auf das Energielabel.

Neben der Kennzeichnung des Energieverbrauchs – A steht für 'sehr effizient' und G für 'weniger effizient' – ist auch die mittlere Lebensdauer der Lampe in Stunden (h), die elektrische Leistung in Watt und die Lichtleistung in Lumen verzeichnet.

Leuchtstoff und Energiesparlampen sind in den Klassen A und B, Halogen-Glühlampen (Niedervolt, 12 Volt) in der Klasse C, Halogen-Glühlampen (Hochvolt 230 Volt) in der Klasse D und Glühlampen in den Klassen E, F und G erhältlich.

Kann ich verbrauchte Energiesparlampen in den Hausmüll werfen?

Nein. Sie müssen gesondert entsorgt werden und können – ähnlich wie Batterien – an den Fachhandel zurückgegeben werden. Dafür halten sie allerdings auch ca. zehnmal länger als herkömmliche Glühbirnen.

Standby-Geräte

Kleine rote Lämpchen zeigen an, dass die Elektro-Geräte 'allzeit bereit' sind. Das ist zwar zunächst sehr praktisch, bedeutet aber auch, dass ständig Energie verbraucht wird, selbst wenn die Geräte gar nicht genutzt werden.

Schließen Sie alle Geräte wie PC, Scanner und Drucker an eine schaltbare Steckerleiste an...

... und schalten Sie diese aus, nachdem alle Geräte abgeschaltet sind. Damit gehen Sie sicher, dass kein Gerät mehr im Bereitschaftsmodus ist und unnötig Strom verbraucht.

PC-Monitore verursachen einen großen Teil des Stromverbrauchs am Arbeitsplatz.

Verlassen Sie sich nicht auf den Bildschirmschoner als Stromsparer, denn teilweise wird für das Berechnen bewegter Bilder noch mehr Strom benötigt. Besser ist es, den Monitor bei längeren Pausen einfach am Gerät auszuschalten.

Welches Gerät verbraucht mehr Strom im Standby-Betrieb – ein Computer oder ein Faxgerät?

Eindeutig das Faxgerät. Ein Computer benötigt im Leerlauf ca. acht Watt. Das ist in etwa so viel wie ein neues Fernsehgerät im Standby-Betrieb. Ein Faxgerät verbraucht dagegen an die 14 Watt. Auch Stereoanlagen verbrauchen fast dieselbe Menge Strom im Leerlauf. Es lässt sich viel Energie und Geld sparen, wenn man Geräte, die nicht ständig laufen müssen, einfach ausschaltet.

Für Faxgeräte empfiehlt sich ein Powersafer.

Er schaltet das Gerät völlig aus, damit die Geräte nicht ständig Stand-by geschaltet sind. Nur bei einem Faxsignal bzw. Telefonanruf schaltet sich das Gerät ein und verbraucht Strom. Wichtig ist allerdings, dass das Faxgerät eine Batterie enthält, die auch im ausgeschalteten Zustand dafür sorgt, dass gespeicherte Daten nicht verloren gehen.

Ziehen Sie das Ladegerät Ihres Mobiltelefons nach dem Ladevorgang aus der Steckdose!

Fernseher, Stereoanlagen oder auch einzelne Komponenten können oft nicht ganz vom Netz getrennt werden, auch wenn sie ausgeschaltet wurden.

Das erkennen Sie daran, dass Leuchtdioden noch funktionieren oder das Gerät per Fernbedienung wieder eingeschaltet werden kann. Hier gilt es, eine schaltbare Steckerleiste zu nutzen und nach dem Ausschalten des Geräts diese ebenfalls auszuschalten. Es lohnt sich beim Kauf eines Fernsehers oder einer neuen Musikanlage darauf zu achten, dass die Geräte im Stand-by-Modus eine Leistungsaufnahme geringer als ein Watt haben und beim Ausschalten auch vollständig vom Netz getrennt werden können. Manche Fernseher verfügen über einen Öko- bzw. Auto-off-Schalter. Das bedeutet, dass sich das Gerät nach ca. einer Stunde im Stand-by-Betrieb selbstständig abschaltet.

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